German artist working as a painter, sculptor, installation artist, ceramicist, author and new media artist.
After studying at the Braunschweig University of Art (Lower Saxony) and completing his postgraduate studies there,
he moved to North Rhine Westphalia, where he lives and works.
NUR NICHT GEMEIN SEIN
Mitten in der Geschichte… einmal wieder im Zorn:
Politiker – nein danke; Kontrolle – aber nein; Führung – Führung, das muss sein!
Ein Führer soll kommen. Allen geht es gut. Die Elite kackt – auf weißem Gold.
Mit Buchsbaumhecke, stets getrimmt – mit scharfem Messer nochmal viel besser.
Und kurze Geschichten, etwas zur guten Nacht, besänftigt solcherlei Wut.
Ein wenig Zukunft – ist da draußen noch WER? Sucher ohne Rast.
Eine letzte Zigarette. Dann geht die Welt.
Alles zunichte. Weil es uns gefällt.
Das gemeine Volk – der gemeine Mensch. Subversiv wie doppeldeutig. Alles existiert – nebeneinander.
Und ist doch mehr als eine zufällige Sammlung. Alles ist Ergebnis einer Expedition ins Fragment,
eine Sezierung des Alltäglichen.
„Nur nicht gemein sein“ ist vielschichtig geformt und verwebt moralische Forderung mit künstlerischer
Provokation. Zabel reflektiert über die Mechanismen von Höflichkeit und Aggression, analysiert
gesellschaftliche Konventionen und die Grenzen des Geschmacks. Er thematisiert die intellektuelle
Trägheit und appelliert an ein kritisches ICH – gegenüber der Welt. „Nur nicht gemein sein“ ist mehr
als eine Haltung und kein harmloses Fordern. Es ist ein gewagter, ein ironischer Kommentar zur
menschlichen Natur. Es ist eine Reflexion über die Grenzen des Anstands und ein Blick in menschliche
Abgründe. Was bedeutet es, in einer Welt zu leben, in der Höflichkeit schon fast eine revolutionäre
Handlung ist? Vielleicht ist es ein bisschen anstrengend, vielleicht sogar ein bisschen schmerzhaft.
Aber vielleicht ist es genau das, was wir jetzt brauchen. Eine Erinnerung daran, dass Anständigkeit,
Freundlichkeit und Rücksichtnahme keine Schwächen, sondern Stärken sind. Und dass es manchmal auch gut
ist, nicht wütend und zornig zu sein.
Wer das nicht verträgt, suche sich eine andere Sphäre. Und – den Künstler bitte nicht gemein behandeln.
Das hat er nicht verdient.
NUR NICHT GEMEIN SEIN
In the middle of history... once again in anger:
Politicians – no thanks; control – but no; leadership – leadership, it must be!
A leader shall come. Everyone is fine. The elite shit – on white gold.
With boxwood hedges, always trimmed – even better with a sharp knife.
And short stories, something for a good night, soothing such wrath.
A bit of future – is there anyone out there? Seekers without rest.
One last cigarette. Then the world goes.
All in vain. Because it pleases us.
The common people – the mean person. Subversive as ambiguous. Everything exists – side by side.
And yet more than a random collection. Everything is the result of an expedition into fragments,
a dissection of the everyday.
"Nur nicht gemein sein" is multilayered, weaving moral demand with artistic provocation. Zabel
reflects on the mechanisms of politeness and aggression, analyzes societal conventions and the
limits of taste. He addresses intellectual laziness and appeals to a critical mind – toward the
world. "Nur nicht gemein sein" is more than an attitude and no harmless demand. It is a daring,
ironic commentary on human nature. It is a reflection on the limits of decency and a gaze into
human abysses. What does it mean to live in a world where politeness is almost a revolutionary
act? Perhaps it is a bit exhausting, perhaps even painful. But perhaps it is exactly what we need
now. A reminder that decency, friendliness, and consideration are not weaknesses, but strengths.
And that it is sometimes good to not be angry and furious.
Who cannot tolerate this, may seek another sphere. And – please do not treat the artist meanly.
He does not deserve it.